Ein „überirdisches“ Erlebnis 50 Meter unter Tage

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Unter dem „Grünen Dach Europas“ können Besucher eine sagenhafte Höhlenwelt entdecken – in alten Bergwerken und geheimnisvollen Felsengängen.

Der Bayerische Wald ist als größtes Waldgebiet Europas und Deutschlands Wanderparadies ein Touristenmagnet. Was wenige der Gäste wissen: Auch „unter Tage“ bietet der einzigartige Naturpark eine echte Erlebniswelt. Ob mittelalterliche Felsengänge, oder alte Bergwerksstollen – geführt oder auf eigene Faust können Gäste an vielen Orten in eine geheimnisvolle Unterwelt eintauchen.
Über Jahrhunderte wurden im Bayerischen Wald Silber, Erz und Mineralien abgebaut. Heute bieten diese alten Stollen als Besucherbergwerke interessierten „Höhlenforschern“ Gelegenheit, als „Bergmann auf Zeit“ in die geheimnisvolle Tiefe hinabzusteigen.
Am Silberberg im niederbayerischen Bodenmais können Gäste in Bergmannskluft den mehr als 600 Meter langen Barbarastollen erkunden. Seit dem 12. Jahrhundert wurden hier verschiedenste Erze und Mineralien im Silberberg gefördert. 1962 war Schicht im Schacht. Heute erleben Besucher unter fachkundiger Führung in Helm und Kittel sogar noch Kompressor, Förderschächte und Bohrhammer in Betrieb. (www.silberberg-online.de).
Im Oberpfälzischen Lam können Besucher das über 500 Jahre alte Silber- und Flussspatbergwerk der Fürstenzeche entdecken. Rund 400 Meter gut ausgebaute Stollen führen die Gäste in bis zu 50 Meter Tiefe. Dort wartet ein einzigartiges Erlebnis: Selbstleuchtende Uran- und Wolframerze tauchen die finsteren Schächte in ein mystisches „überirdisches“ Licht. Die Fürstenzeche ist bis heute eine von weltweit nur vier bekannten Lagerstätten des „Bayerwald-Smaragds“, eines intensiv grün schimmernden Bleisulfats. (www.fuerstenzeche.de)
Neben historischen Bergwerken bieten auch geheimnisvolle Höhlensysteme im Bayerischen Wald einzigartige Erlebnisse „unter Tage“. So verläuft beispielsweise unter der Stadt Zwiesel ein ausgeklügeltes und riesiges Tunnel-System, in dem die Bewohner früher Schutz in Kriegszeiten oder bei Großbränden fanden. Lange Gänge führen aus dem verzweigten Keller-Geflecht weit außerhalb des Ortes ans Tageslicht und ermöglichten so einst die Flucht ins Freie. Heute können Besucher einen Teil der sagenumwobenen Unterwelt auf spannenden Führungen erkunden. (www.unterirdisches-zwiesel.eu)
Ein Labyrinth von mehreren Kilometern Länge erstreckt sich auch unter der Oberpfälzischen Stadt Furth im Wald. Die Felsengänge dienten seit dem späten Mittelalter nicht nur als Versteck, sondern auch als Bier- und Luftschutzkeller. Heute entdecken immer mehr Besucher die geheimnisvolle Unterwelt auf geführten Touren. (www.felsengaenge.de)
Geheimnisvolle Tiefe: Am Silberberg im niederbayerischen Bodenmais können Gäste in Bergmannskluft den mehr als 600 Meter langen Barbarastollen erkunden. Seit dem 12. Jahrhundert wurden hier verschiedenste Erze und Mineralien gefördert. Foto: obx-news

Geheimnisvolle Tiefe: Am Silberberg im niederbayerischen Bodenmais können Gäste in Bergmannskluft den mehr als 600 Meter langen Barbarastollen erkunden. Seit dem 12. Jahrhundert wurden hier verschiedenste Erze und Mineralien gefördert. Foto: obx-news

Geheimnisvolle Tiefe: Am Silberberg im niederbayerischen Bodenmais können Gäste in Bergmannskluft den mehr als 600 Meter langen Barbarastollen erkunden. Seit dem 12. Jahrhundert wurden hier verschiedenste Erze und Mineralien gefördert. Foto: obx-news

Geheimnisvolle Tiefe: Am Silberberg im niederbayerischen Bodenmais können Gäste in Bergmannskluft den mehr als 600 Meter langen Barbarastollen erkunden. Seit dem 12. Jahrhundert wurden hier verschiedenste Erze und Mineralien gefördert. Foto: obx-news

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