Spannende Zeitreise in die Vergangenheit

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Eine Dorfwelt, in der die Zeit stehen geblieben ist: In einem der ältesten Freilandmuseen Süddeutschlands in der Oberpfalz wurden mehr als 50 historische Gebäude originalgetreu und mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut. 2018 rücken „Zeitzeugen“ besonders in den Fokus. 
Neusath-Perschen – Rund eine halbe Autostunde nördlich von Regensburg lässt ein Museum Geschichte unter freiem Himmel lebendig werden. Mehrere historische, allesamt originalgetreu wiederaufgebaute Dörfer mit insgesamt rund 50 liebevoll gestalteten Gebäuden nehmen im Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath-Perschen (Landkreis Schwandorf) jedes Jahr zehntausende Besucher mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Auf einem rund zweistündigen Rundgang lernen große und kleine Gäste, wie die Menschen im Osten Bayerns vor 300 Jahren im Alltag lebten – zwischen harter Feldarbeit und gemütlichen Abenden im Wirtshaus. Zum Saisonbeginn Mitte März eröffnet das Museum eine neue Ausstellung mit dem Titel „Volk Heimat Dorf – Ideologie und Wirklichkeit im ländlichen Bayern der 1930 und 1940er Jahre“. Die Schau setzt sich mit einem der schwierigsten Abschnitte deutscher Geschichte in der Oberpfalz auseinander.  
Erarbeitet wurde die Ausstellung von der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Freilichtmuseen, die seit 1995 kontinuierlich neue und wichtige Themen für die Museumsbesucher aufbereitet. Das Thema „Zeitzeugen“ des 20. Jahrhunderts soll 2018 insgesamt besonders in den Fokus rücken. Dazu gehört auch ein Projekt, bei dem versucht werden soll, Senioren nicht nur als Besucher des Museums zu empfangen, sondern ihre Erfahrungen und ihr Wissen willkommen zu heißen.
Was das Museum so besonders macht: Nicht nur die Häuser, das Mobiliar und die Tiere sind der Vergangenheit entsprungen, auch Wälder, Weiden und Wiesen wurden originalgetreu dem Leben der Vorfahren nachempfunden. Die Wiesen, Weiden, Feldraine und Äcker werden mit Menschenkraft und Pferden oder Ochsen bearbeitet, damit die Besucher in das Leben vor mehr als hundert Jahren eintauchen können. Besonders bei Familien ist die „Zeitreise in die Vergangenheit“ beliebt. Neben Veranstaltungen und einem eigenen Ferienprogrammen erfreuen sich auch Kindergeburtstage zwischen den historischen Mauern zunehmender Beliebtheit.
Ein zweistündiger Rundgang durch das großzügige „Open-Air-Museum“ ist ein spannender Streifzug durch die Geschichte der Region, in der die Menschen einst vor allem von der Landwirtschaft, der Tier- und der Fischzucht lebten. Beim Rundgang entdecken Gäste mehrere Dörfer, von denen jedes eine Region der Oberpfalz widerspiegelt – vom Stiftland bis zum Wald, vom Naabtal bis zum Jura. Die Häuser sind allesamt so eingerichtet, als wäre die Zeit dort vor ein paar hundert Jahren stehen geblieben.
Alte Handwerkstechniken werden in Neusath-Perschen ebenso vorgestellt wie traditionelles Arbeiten in Haus und Hof. Auch eine eigene Sägemühle, ein Glockenturm, ein Hirtenhaus und ein historisches Wirtshaus finden die Besucher auf dem Gelände. Sonderausstellungen und Vorträge runden das Programm ab. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Informationen: www.freilandmuseum.org

Eine Dorfwelt, in der die Zeit stehen geblieben ist: In einem der ältesten Freilandmuseen Süddeutschlands in der Oberpfalz wurden mehr als 50 historische Gebäude originalgetreu und mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut. Foto: obx-news

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