Brummender Konjunkturmotor im ostbayerischen Handwerk

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Unternehmen freuen sich über Auftrags- und Umsatzplus, beklagen aber zunehmend den Mangel an Personal. 
Regensburg – Mit mehr als 200.000 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von rund 28 Milliarden Euro und einem Umsatzwachstum von mehr als vier Prozent in 2017 sind die rund 37.000 Handwerksbetriebe in Ostbayern heute ein Schrittmacher für die Wirtschaft im Freistaat. Für die kommenden Monate geht die zuständige Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz von einer weiterhin guten Geschäftslage aus. Das hat eine aktuelle Umfrage der Kammer ergeben. Mehr als neun von zehn Betrieben (94 Prozent) bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. „Das ist ein Bestwert seit mehr als 20 Jahren“, sagt Alexander Stahl, Geschäftsführer der Handwerkskammer.
Viele Betriebe freuen sich laut Umfrage über mehr Aufträge: im Ausbaugewerbe stieg die Zahl der Eingänge um 40 Prozent, im Bauhauptgewerbe um 35 Prozent. Dank der guten Auftragslage haben sich bei einem Drittel der Betriebe auch die Umsätze gesteigert. Besonders positiv ist die Lage derzeit im Bauhauptgewerbe und im Lebensmittelgewerbe. Dort meldeten laut Handwerkskammer überdurchschnittlich viele Betriebe gestiegene Umsätze. Im Gesundheitsgewerbe und in den Handwerken für den privaten Bedarf bleiben die Werte relativ konstant.
Die aktuelle Geschäftslage habe über einem Viertel der Handwerker steigende Verkaufspreise ermöglicht, heißt es in der aktuellen Konjunkturumfrage. Im Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf hat ein größerer Anteil an Betrieben höhere Preise durchgesetzt. Die gute Konjunktur hat die ostbayerischen Handwerker obendrein zu Anschaffungen und Baumaßnahmen ermuntert: 34 Prozent der Handwerker haben in ihr Unternehmen investiert.
Vorsichtiger haben die Befragten ihre Erwartungen für die kommenden drei Monate formuliert: Aufgrund der aktuellen Spitzenwerte rechnen nur zwölf Prozent mit einer erneuten Verbesserung ihrer Geschäftslage. Gleichzeitig haben nur vier Prozent angegeben, dass sie eine Verschlechterung erwarten. „Die Nachfrage nach handwerklichen Produkten und Dienstleistungen bleibt weiter hoch“, so Alexander Stahl. „Wir rechnen deswegen damit, dass die wirtschaftliche Lage auf gutem Niveau anhält.“ Das habe aber seine Schattenseiten. „Neben einer hohen Auslastung kämpfen viele Betriebe mit erheblichen Problemen, notwendiges Personal zu finden.“

Ostbayerns Bauunternehmen und Handwerksbetrieben in vielen weiteren Branche melden mehr Aufträge und steigende Umsätze. Foto: obx-news/Handwerkskammer/Katharina Teubl

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