Große Bühne für 1.200 Gründer

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Die Nürnberger Messe entwickelt sich zunehmend zu Deutschlands führender Präsentations-Plattform für heimische Start-ups.

Nürnberg – Die Erfolgsgeschichten vieler junger Unternehmen beginnen auf einer Messe. Und immer mehr Start-ups setzen dabei auf die Veranstaltungen der Nürnberger Messe. Bereits mehr als 1.000 innovative Unternehmen nutzten nach Worten von Messe-CEO Peter Ottmann seit 2007 ein spezielles Messeprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums, um auf den Fachmessen in der Frankenmetropole Flagge zu zeigen. „Die jungen Unternehmen sagen viel über die Zukunftsfähigkeit ganzer Branchen aus und begeistern mich immer wieder mit ihrem frischen, unverstellten Blick auf Themen und Produkte“, so Ottmann.
Die NürnbergMesse gehört heute zu den 15 größten Messegesellschaften weltweit. Regelmäßig ist sie heute Spitzenreiter nach der Anzahl der Messen mit Gemeinschaftsständen, die das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt. So auch 2019: 12 der 63 geförderten Gemeinschaftsstände befinden sich nach Messeangaben auf Veranstaltungen im Messezentrum Nürnberg. Dazu gehören beispielsweise die „BrauBeviale“ als Fachmesse der Getränkebranche, die Technologie-Messe „embedded world“ und die Weltleitmesse rund um Farben, Lacke, Dicht- und Klebstoffe, die „European Coatings Show“. Eine Bühne bereiteten die Nürnberger Messeprofis Gründern auch bei der „Fachpack“, der europäischen Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik, der „Powtech“ als Weltleitmesse für mechanische Verfahrenstechnik, Analytik und Handling von Pulver und Schüttgut oder der Automotive Engineering Expo. Bei dieser Automobilen Fachmesse steht die gesamte Prozesskette der lackierten Karosserie im Mittelpunkt.
Seit 2007 beteiligten sich in Nürnberg nach offiziellen Statistiken rund 1.200 Unternehmen am Förderprogramm „junge innovative Unternehmen“ oder an einer Start-up-Area. Die Gründer profitieren dabei vom Know-how und der Organisation der Start-up-Experten der Nürnberger Messe. Auch hinsichtlich der Kosten unterscheidet sich die Teilnahme an einem Gemeinschaftsstand deutlich von einem selbst organisierten Messeauftritt. Ohne großes Risiko können junge Unternehmen so erste Messeerfahrung sammeln, sich mit dem Markt und seinen unterschiedlichen Wettbewerbern vertraut machen sowie potenzielle Geschäftspartner persönlich kennenlernen.
Erfolgreich genutzt haben die Plattform für Start-ups in Nürnberg beispielsweise die Gründer von BABO Beverages. Die Jungunternehmer, die mit ihrem blauen Bier bei der TV-Show „Höhle der Löwen“ Bekanntheit erlangten, starteten nach den Teilnahmen an der BrauBeviale 2015 und 2016 durch: „Es gab neue wichtige Kontakte in den Bereichen Rohstoffe, Leergutbeschaffung und Versanddienstleistungen, mit denen wir auch heute noch zusammenarbeiten“, sagt Ludwig Gerlinger, einer der Unternehmensgründer. Wertvolle Erfahrungen sammelte auch David Kelms, Mitgründer der Firma IT-Seals, bei seinem ersten Messeauftritt auf der it-sa 2016 in Nürnberg: „Gerade diese Messe bietet bestes Potenzial, um mit IT-Sicherheitsverantwortlichen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen“, sagt er. Nach der Messepremiere 2016 nahmen die IT-Experten auch bei der it-sa 2017 und der it-sa 2018 in der Start-up-Area teil. Das zahlte sich aus: Beim Start-up- Wettbewerb adelten die Juroren das junge Unternehmen als „Bestes Cybersecurity Start-up“.
Fest etabliert in Deutschlands Bio-Segment ist heute „Emils Bio-Manufaktur“ aus Freiburg. Über eine geförderte Messebeteiligung zogen die Gründer 2011 ihr erstes Ticket zur Weltleitmesse Biofach. „Dass wir überhaupt teilnehmen konnten, war nur durch den geförderten Gemeinschaftsstand möglich,“ erinnert sich Jens Wages, einer der beiden Gründer. Mehr Informationen zu den Start-up-Aktivitäten der NürnbergMesse: www.nuernbergmesse.de/NMstartup-hub.

Die Erfolgsgeschichten vieler junger Unternehmen beginnen auf einer Messe. Und immer mehr Start-ups setzen dabei auf die Veranstaltungen der Nürnberger Messe. Foto: obx-news/NürnbergMesse

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