Weltweite Bühne für Deutschlands Mittelstand

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Von Australien bis Thailand und von Brasilien bis Indien: Bayerns und Deutschlands Mittelstand profitiert 2019 so stark wie nie zuvor vom weltumspannenden Netzwerk und Know-how der NürnbergMesse – über deutsche Gemeinschaftsstände.

Nürnberg – Messestände als „begehbare Visitenkarten“ eines Unternehmens sind für viele deutsche Unternehmen nach wie vor der Schlüssel zur Eroberung neuer Märkte: Vier von fünf Unternehmen (84 Prozent) sagten bei einer repräsentativen Befragung zum Auslandsmesseprogramm des Bundes, sie hätten dank der Präsenz bei den weltweiten Branchentreffs ihre Exporte gesichert oder ausgebaut. Gerade für viele junge und mittelständische Unternehmen sind die Kosten für eine Messeteilnahme in den USA, Brasilien und Indien aber so hoch, dass die Firmen sie allein nicht stemmen können. Wachsenden Erfolg hat deshalb ein Modell, bei dem sich deutsche Unternehmen an einem gemeinsamen Stand präsentieren. Zu einem Motor dieser deutschen Pavillons auf den wichtigsten Ausstellungen weltweit hat sich die NürnbergMesse entwickelt: Sie wird in diesem Jahr bei insgesamt 54 Veranstaltungen auf fünf Kontinenten zum Türöffner für bayerische und deutsche Mittelständler, nochmals eine mehr als 2018 – und damit abermals ein neuer Rekord.

Von Australien bis Thailand und von Brasilien bis Indien: Quer über alle Branchen, Boomregionen und Wachstumsmärkte rund um den Globus bereiten die Experten der NürnbergMesse in diesem Jahr die Bühne für deutsche Start-ups und Mittelständler. Mit insgesamt elf Aufträgen macht die Zukunftsbranche Medizintechnik den größten Teil der diesjährigen Auslandsbeteiligungen aus, dicht gefolgt von Messen zum Thema Bauen/Fenster und Fassaden.

Die Nürnberger organisieren in diesem Jahr unter anderem Beteiligungen des Bundes oder der Länder in Teheran bei der „Iran Health“, bei der „China International Medical Equipment Fair“ in Shanghai, der „International Fancy Food & Confection Show“ in New York, der „AusBiotech“ in Melbourne oder auch bei der „The Big 5 Show“, der größten Baumesse in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ebenfalls auf dem Plan stehen Beteiligungen bei der „ProPak Asia“ in Bangkok oder auch bei der größten asiatischen Messe für Innovationen im Nahrungsmittelbereich, der „Vietnam Medi-Pharm Expo“ in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Im Ausland agieren die fränkischen Messeprofis dabei als „Botschafter“ Deutschlands und der Bundesländer: Beauftragt werden sie vom Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft oder auf Länderebene beispielsweise von Bayern International. Die Ministerien haben jeweils eigene Programme, bei denen sich Unternehmen für eine Vielzahl von Messen im Ausland registrieren können.

„Die geförderten Gemeinschaftsbeteiligungen ermöglichen kleinen und mittelständischen Unternehmen einen effektiven und passgenauen Messeauftritt im Ausland“, sagt Dr. Roland Fleck, CEO der NürnbergMesse. „Gerade auch für mittelständische Unternehmen geht es kaum noch ohne einen internationalen Messeauftritt“, ergänzt Wolfgang Kranz, Bereichsleiter International bei der NürnbergMesse.

Für ihre „Visitenkarte“ im Ausland erhalten die Firmen vielfältige Unterstützung – vom Thema „Standbau“ bis hin zur Messeorganisation – und profitieren zusätzlich von verbilligten Teilnahmepreisen, die zum Teil bis zur Hälfte günstiger sind, als eine individuelle Messeteilnahme. „Ein eigener Messeauftritt im Ausland stellt für uns als mittelständisches Unternehmen eine große Herausforderung dar, die mit viel Zeit- und Organisationsaufwand verbunden ist“, sagt beispielsweise Sabine Ohnesorge, International Sales Manager von der HVG Hopfenverwertungsgesellschaft. Über einen Gemeinschaftsstand von Bayern International lasse sich das leichter stemmen: „Der Auftritt auf internationalen Messen wie der Beviale in Moskau, ist für uns wichtig, weil wir direkt in den Kontakt mit neuen Kunden kommen“, erklärt sie.

Dabei profitiert die NürnbergMesse, die inzwischen zu den fünfzehn größten Messegesellschaften der Welt zählt, auch 2019 von ihrem eigenen internationalen Netzwerk: Dazu gehören rund 120 nationale und internationale Fachmessen sowie Vertretungen, die in mehr als 100 Ländern aktiv sind. Rund die Hälfte der von den Nürnbergern betreuten Pavillons betreffen Veranstaltungen in den wichtigen Auslandsmärkten Brasilien, China, Indien, Italien und den USA, wo die Franken eigene Tochtergesellschaften haben. Insgesamt beschäftigt die NürnbergMesse heute über 1.000 Mitarbeiter an zehn Standorten weltweit. Jährlich beteiligen sich bis zu 35.000 Aussteller und bis zu 1,5 Millionen Besucher an den Veranstaltungen.

Von Medizintechnik über Fenster- und Fassadentechnik bis hin zu IT-Sicherheit und Bio-Nahrungsmitteln deckt die NürnbergMesse ein breites Themenspektrum mit eigenen Messen ab und greift diese Expertise für ihr Auslands-Portfolio auf. Dadurch unterstützt die NürnbergMesse Mittelständler bei einem erfolgreichen Messeauftritt auf mittlerweile fünf Kontinenten.  Die Zahl der Unternehmen, die sich unter dem gemeinsamen Dach, organisiert von den Nürnberger Messeprofis, im Ausland präsentieren, wächst: Zwischen 2017 und 2018 stieg die Zahl der Aussteller von 617 auf 637. Für 2019 haben sich nach Angaben der Messe bereits knapp 400 Unternehmen angemeldet. Erstmals sind die Franken in diesem Jahr auch für die nordrhein-westfälische Landesregierung tätig: Sie betreuen neben dem bayerischen Gemeinschaftsstand auf der Medizintechnik-Messe China Medical Equipment Fair Spring auch die Präsenz der NRW.International GmbH.

Made in Germany“ und präsentiert von den Nürnberger Messeprofis: Die fränkische Messegesellschaft kann 2019 insgesamt 54 Durchführungsaufträge für Gemeinschaftsstände, also Pavillons und Informationsstände, auf Messen weltweit verbuchen. Foto: obx-news/NürnbergMesse

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