Eine Halle der Superlative

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„Platin-Standard“: Die neue Messehalle 3C in Nürnberg setzt weltweit neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit – und entwickelt sich zunehmend zum Imagefaktor für den gesamten Messestandort.

Nürnberg – Sie ist ein Bauwerk der Superlative: Mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro ist die neue futuristische Messehalle 3C auf dem Nürnberger Messegelände nicht nur die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Gesellschaft. Maßstäbe setzt der Gigant aus rund 2.300 Tonnen Stahl, 3.000 Quadratmetern Fensterfläche und einer Innenfläche von rund 10.000 Quadratmetern auch in Sachen Nachhaltigkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnete das Gebäude jetzt mit dem „Superlativ an Nachhaltigkeit“, dem DGNB-Zertifikat in „Platin“, aus. Nach Angaben der Fachleute könne weltweit keine Messehalle vergleichbare Werte vorweisen wie die die neue Halle 3C und ihre vor fünf Jahren fertiggestellte kleinere „Schwester“, die Halle 3A. Die verbaute Stahlmenge macht die Dimension der neuen Halle deutlich: Das stählerne Korsett des Pariser Eiffelturms wiegt nur dreimal mehr als die Stahlstruktur der Halle 3C.

Die neue, von der Stararchitektin Zaha Hadid, entworfene Halle erreichte in der strengen Prüfung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ein Gesamtergebnis von über 90 Prozent. Das Ergebnis gilt in der Branche als herausragend. Bereits bei Konzeption und während des Baus hatten die Franken nach eigenen Angaben eng mit dem DGNB-Auditor und seinem Team zusammengearbeitet, um ökologische, soziale und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen.
Ein wichtiges Kriterium ist beispielsweise der Anteil an Tageslicht an der Gesamtbeleuchtung. Dieser ist in der neuen Halle 3C mit ihren zwei vollverglasten Hallenseiten sehr hoch. Sobald es dunkel wird, übernehmen effiziente LED-Leuchten die Beleuchtung. Zur Auszeichnung durch die DGNB führte auch die sehr gute Luftqualität in der Halle. Verantwortlich dafür ist die Verwendung von emissionsarmen Baustoffen. So wurden ausschließlich Baustoffe mit sehr geringen Emissionen, besonders zertifizierte Hölzer sowie halogenfreie Stoffe verbaut. Eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage sorgt außerdem für Frischluft in der Halle. Durch eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung mit Rotationstauschern spart diese rund vier Fünftel der Energie. Darüber hinaus unterschreitet die neue Halle 3C mit ihrer insgesamt hohen Qualität der Gebäudehülle und der Technik die Energieeinsparverordnung um rund drei Viertel. Eine moderne Gebäudeleittechnik kontrolliert den Energieverbrauch während des Messebetriebs und optimiert diesen kontinuierlich.
Auch in Sachen Brandschutz erfüllt der Neubau allerhöchste Standards: Der Bundesverband Technischer Brandschutz verlieh der NürnbergMesse jetzt das Qualitätssiegel „Sprinkler Protected“. Aus Sicht des NürnbergMesse-CEOs Roland Fleck bestätigen die beiden Auszeichnungen die Konzeption der Halle. Sie überzeuge Aussteller, Besucher und Veranstalter. „Dass nun auch noch die Faktoren Architektur, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Sicherheit von Expertenseite gelobt werden, freut uns sehr“, sagt er.
CEO-Kollege Peter Ottmann unterstreicht zudem die Strahlkraft der neuen Hallen für den gesamten Standort: „Menschen zu vernetzen, ist ein zentrales Element unserer Zukunftsformel. Die Hallen 3A und 3C sind somit die gebaute Zukunftsformel der NürnbergMesse, denn sie bieten weit mehr als klassische Messehallen. Beide Schmuckstücke sind ein echter Imagefaktor für den Messestandort Nürnberg insgesamt geworden.“
Dank der neuen Halle spiele Nürnberg auch künftig „in der Champions-League der Messen“, hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bereits beim Richtfest deutlich gemacht. Die Nürnberger Messe gehört nach Umsätzen zu den 15 größten Messeveranstaltern weltweit. Die neue Halle soll nun „nachhaltigen Rückenwind“ für die weitere Expansion geben.

Platin-Gütesiegel in Sachen Nachhaltigkeit: Das Foto zeigt die beiden CEOs der NürnbergMesse, Roland Fleck und Peter Ottmann (von links), mit dem Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen vor der neuen, 70 Millionen Euro teuren Messehalle 3C. Foto: obx-news/NürnbergMesse

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