„Bayerwald-Kämpfer“ lassen die Säbel rasseln

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Freyung – Packende Schwertkämpfe mit rasselnden Säbeln sind jedes Jahr der Höhepunkt, wenn die Bewohner des Städtchens Freyung im Bayerischen Wald am ersten Septemberwochenende bei einem großen Schlossfest das Rad der Zeit zurückdrehen. Rund ein Dutzend wagemutige Mitglieder zählt die Schwertkampfgruppe „Mortiferr“ des Historischen Vereins, der seit mehr als 20 Jahren das dreitägige Event organisiert. Vom 6. bis 8. September wird in diesem Jahr rund um das mehr als 800 Jahre alte Schloss Wolfstein gelebt, gearbeitet, gehandelt und gefeiert wie im 17. Jahrhundert.

Neben Handwerkern, Gauklern und Musikanten schlagen die Marktwächter ihr Lager im Bayerischen Wald auf. Beliebt bei Besuchern sind auch die Flugvorführungen der Greifvögel, leuchtende Feuerspektakel zu später Stunde und ein großer historischer Festzug zum Auftakt. Die Schlosstaverne bringt Gerichte von einst auf den Teller. Im nahegelegenen Forstgarten schlagen zahlreiche historische Gruppen aus Nah und Fern ihre Zelte auf. Auch Besucher in historischen Gewändern sind ausdrücklich willkommen, sagen die Festinitiatoren des Spektakels, das mittlerweile zu den beliebtesten Freiluft-Festspielen Bayerns gehört. Das Schloss selbst diente einst als Grenzbefestigung des Hochstifts Passau gegen Bayern und Böhmen. Seit 1982 beherbergt es eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Seit 1989 ist dort  auch das Jagd- und Fischereimuseum des Landkreises Freyung-Grafenau zu Hause, das 2014 mit einem neuen Konzept und dem neuen Namen „Jagd Land Fluss“ wiedereröffnete.

Foto: obx-news/Weishäupl

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