Gäubodenvolksfest in Straubing: Manfred Weber eröffnete das „schönste Volksfest der Welt“

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Straubing soll künftig bei seinem Weg zur „Modellstadt“ für Biotechnologien und nachwachsende Rohstoff noch stärker von europäischen Fördergeldern profitieren, versprach der Europaabgeordnete Manfred Weber bei der Eröffnung des Fests. Bis zum 19. August werden rund 1,4 Millionen Besucher erwartet.

Straubing – Der lange als künftiger EU-Kommissionspräsident gehandelte Europapolitiker Manfred Weber hat am Samstag das diesjährige Straubinger Gäubodenvolksfest eröffnet. Die Rede des aus Niederbayern stammenden Fraktionschefs der Christdemokraten im EU-Parlament war eine Liebeserklärung an die Gastgeberstadt: „Heute hier zu stehen ist eine Auszeichnung für mich, denn dieses Fest ist etwas ganz Besonderes“, sagte Weber in seiner Eröffnungsrede vor 3.000 Gästen in einem der sieben Festzelte. 
„Die Griechen haben die längste Geschichte, die Franzosen die meiste Erfahrung in Sachen Liebe, die Engländer das größte Empire. Aber Straubing hat das schönste Volksfest Bayerns, Deutschlands, Europas, ja der ganzen Welt. Es ist einfach Spitze“, so der 47-Jährige, der rund 50 Kilometer entfernt von der Gäubodenmetropole aufwuchs und noch immer wohnt. „Ein echtes Volksfest findet man nicht in München, sondern in Straubing“, sagte er unter dem Applaus des Festzelts. Zu den weiteren Rednern und Gästen der Eröffnung gehörten neben dem Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Landrat Josef Laumer auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Bernd Sibler, die beide ebenfalls aus Niederbayern stammen.
Nach guter Tradition soll der Eröffnungsredner auf dem nach der Münchner Wiesn zweitgrößten bayerischen Volksfest in seiner Ansprache der Gastgeberstadt ein Geschenk mitbringen. Der Europapolitiker hielt sich bei seiner Rede an den alten Brauch: Er versprach, den Straubinger Gründerwettbewerb „Plan B“ für innovative Businessideen im Bereich der Biotechnologien in Brüssel zu promoten. Das niederbayerische Straubing will damit beim Thema Biotechnologien und nachwachsende Rohstoffe künftig europaweit noch stärker eine Vorreiterrolle einnehmen. „Ab nächstem Jahr werden viele europäische Fördermittel wieder neu verteilt – davon muss Straubing etwas bekommen“, sagte Weber wörtlich. Auch sagte er zu, dabei zu helfen, mit europäischen Geldern die Zooschule des Straubinger Tiergartens hin zu einer Umweltschule weiterzuentwickeln.
Bayerns zweitgrößtes Volksfest will die Besucher bis 19. August unter anderem mit einem 100.000 Quadratmeter großen Vergnügungspark, sieben Festzelten mit 26.500 Sitzplätzen und mehr als 100 Kapellen begeistern. Unvergesslichen Festspaß garantieren sollen spektakuläre Fahrgeschäfte, die zu den besten auf dem Kontinent gehören, Genuss-Komfort in den Bierzelten sowie ein attraktives Rahmenprogramm. Parallel zum Gäubodenvolksfest öffnet bis 18. August die Verbraucherausstellung „Ostbayernschau“.
750 Aussteller präsentieren dort auf 60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine bunte Erlebniswelt mit Neuheiten, Interessantem und Praktischem für Leben und Alltag. Diese kleine „niederbayerische Weltausstellung“ ist mit erwarteten mehr als 400.000 Schaulustigen eine der besucherstärksten Verbraucherausstellungen Deutschlands.

Der lange als künftiger EU-Kommissionspräsident gehandelte Europaabgeordnete Manfred Weber eröffnete das diesjährige Gäubodenvolksfest, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1812 zurückreichen. Mit im Bild: Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (re.) und Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Josef Laumer (li.) Foto: obx-news/Fotowerbung Bernhard

„Ein echtes Volksfest findet man nicht in München, sondern in Straubing“, sagte Manfred Weber unter dem Applaus des Festzelts. Foto: obx-news/Fotowerbung Bernhard

Gäubodenvolksfest in Straubing: Manfred Weber eröffnete das „schönste Volksfest der Welt“ Foto: obx-news/Fotowerbung Bernhard

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