Hundert Schätze aus tausend Jahren

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Eine Zeitreise ins Mittelalter für alle Sinne: Die neue Bayerische Landesausstellung in Regensburg lässt Bayerns frühe Geschichte lebendig werden.

Regensburg (obx) – Eine Handschrift der „Lex Baioariorum“ gewährt Einblicke in das Recht der Bayern im frühen Mittelalter, ein metallener Dietrich belegt die Taten eines Einbrechers im 16. Jahrhundert und das aufwendige Funktionsmodell eines Planetariums steht für fürstliche Wissenschaftsbegeisterung vor über 200 Jahren: Die neue Bayerische Landesausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise, die zurückführt bis ins sechste Jahrhundert. Sie ist bis zum 8. März 2020 im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen. Ministerpräsident Markus Söder hat die Schau unter der Überschrift „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ jetzt offiziell eröffnet. 

Auf etwa 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erleben Besucher anhand von 100 hochrangigen Exponaten von Museen aus Bayern, Deutschland und Europa die historischen Entwicklungen aus den bayerischen Regionen. Die ausgewählten Objekte erzählen ihre eigenen Geschichten und ermöglichen aufregende Blicke in frühere Epochen. Der Bogen wird dabei von goldglänzenden Schätzen und einmaligen Kunstwerken bis hin zum Alltagsobjekt gespannt, das vieles über die damalige Lebenswirklichkeit aussagt.

In zehn Abteilungen werden seltene Schaustücke präsentiert: sie zeugen von großen Erfindungen und mysteriösen Verbrechen, sie berichten von Kaisern und Herzögen, Luxus und Pracht, künstlerischen Leistungen und wissenschaftlichen Errungenschaften. Exponate wie zum Beispiel die berühmte Lepantomonstranz und andere Schätze aus vielen bedeutenden Museen der Welt lassen die jeweilige Zeit lebendig werden. Medienstationen sowie Tast- und Riechstationen lassen die Vergangenheit mit allen Sinnen lebendig werden. 

Ergänzt wird die neue Landesausstellung durch zehn biografische Skizzen von Menschen aus den jeweiligen Zeitschnitten der einzelnen Abteilungen. Sie bilden die Gesichter ihrer Zeit: Bajuwarin, Tempelritter, jüdische Ärztin, Täuferin, Kaufmann, Söldner, Nachtwächter, Dienstmagd, Spiegelbeleger und Dorfgeistlicher begleiten die Besucher in die Vergangenheit und schildern über ihre Biografie und aus ihrer persönlichen Sicht den Lauf der Welt. Es geht also auch um „Geschichten von Menschen“ – begleitend zu den 100 Glanzobjekten.

ayerns Ministerpräsident Markus Söder bei einem Rundgang durch die neue Landesausstellung, die bis 8. März 2020 läuft. Foto: obx-news/Haus der Bayerischen Geschichte/altrofoto
Foto: obx-news/Haus der Bayerischen Geschichte/altrofoto
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