Regensburger Uni und israelischer Forschungs-Hotspot kooperieren

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Israels am schnellsten wachsende Forschungsuniversität und die ostbayerische Universität Regensburg wollen eng zusammenarbeiten. 

Regensburg – Israel gilt als Innovations-Hotspot im Nahen Osten gerade im Bereich zentraler Zukunftstechnologien. In noch größerem Ausmaß profitieren sollen davon auch bayerische Studierende und Wissenschaftler: Die Universität Regensburg will künftig eng zusammenarbeiten mit Israels am schnellsten wachsender Forschungshochschule, der Ben-Gurion-Universität des Negev. Der Regensburger Universitätspräsident Professor Udo Hebel unterzeichnete jetzt in Israel ein Kooperationsabkommen mit der neuen Partner-Uni. 

Nach Worten Professor Hebels wollen die beiden Hochschulen vor allem den Studentenaustausch intensivieren. „Diese erste Partnerschaft mit einer israelischen Universität ist ein weiterer wichtiger Schritt unser internationales Netzwerk mit renommierten Universitäten, weltweit zu stärken“, sagte Professor Hebel. 

Auch Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler, auf dessen Einladung Verantwortliche bayerischer Hochschulen in den Nahen Osten reisten, begrüßt die Zusammenarbeit: „Damit stärken wir den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Bayern und ermöglichen zugleich jungen Menschen, sich auf internationalem Terrain in der Wissenschaftslandschaft zu bewegen – in unserer globalisierten Welt ist das von großer Bedeutung. Für alle Beteiligten ist das eine Win-Win-Situation.“

Die Universität des Negev und die Universität Regensburg haben eine Reihe an Gemeinsamkeiten: Beide Hochschulen sind noch relativ jung: Die ostbayerische Hochschule entstand 1962, die Negev-Universität entstand 1969 aus dem 1963 gegründeten Negev-Institut. Die Gründung basierte auf der Vision des ersten Ministerpräsidenten Israels David Ben-Gurion, die größte Landreserve Israels, die Negevwüste, zu besiedeln und zu begrünen. Eng verbunden mit dieser Vision stand die Ermöglichung höherer Bildung im Negev mittels einer Universität, die zugleich auch Angelpunkt für die wirtschaftliche Entwicklung der Wüste sein sollte. An beiden Hochschulen, in Regensburg und in der Negev lernen heute jeweils rund 20.000 Studenten. 

Im Rahmen der Reise mit Bayerns Kultusminister besuchten die Hochschul-Verantwortlichen aus dem Freistaat unter anderem auch die Hebräische Universität Jerusalem, die Tel Aviv Universität, das Startup Nation Central sowie das BMW Technology Office in Tel Aviv-Yafo und das Technion-Institute of Technology in Haifa. Darüber hinaus tauschte sich die Delegation mit der Israel Innovation Authority und dem Wissenschaftsminister des Staates Israel, Ofir Akunis, in der Knesset in Jerusalem aus. Zudem stand ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Programm.

Regensburgs Universitätspräsident Professor Dr. Udo Hebel unterzeichnete in Israel jetzt eine Vereinbarung zur Kooperation. Foto: obx-news/Uni Regensburg/Homeier
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