Acht Gourmet-Sterne strahlen 2020 an Ostbayerns Feinschmecker-Himmel

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Die Region zwischen Regensburg und Passau erlebt eine „kulinarische Revolution“: Auch die Restaurant-Tester des Guide Michelin entdecken zunehmend die Reize der ostbayerischen Küche.

Regensburg – Eigentlich ist eher deftige Kost das kulinarische Markenzeichen Altbayerns: Pressack und Bauchstechala, Schweinebraten oder Karpfen Blau zählen traditionell zum gelegentlich sehr kalorienreichen Pflichtprogramm ostbayerischer Köche. Seit einigen Jahren ändern sich die Zeiten: Zahlreiche Gastronomen der Region sind in der jüngsten Vergangenheit in den kulinarischen Sternehimmel abgehoben. In ihren aktuellen Bestenlisten lassen die weltweit bedeutendsten Restaurant-Kritiker des Guide Michelin acht Gourmet-Sterne über Ostbayern aufgehen. Die aktuellen Michelin-Bewertungen gelten bis zum Februar 2020. Der neue Guide Michelin erscheint im März des neuen Jahres.

Die Oberpfalz überrascht mit fünf Sterneköchen: Zu ihnen zählt mit Hubert Obendorfer mit seinem Restaurant „Eisvogel“ im Landhotel Birkenhof in Neunburg vorm Wald (Kreis Schwandorf), auch der „Aufsteiger des Jahres“ aus dem Jahr 2018. Auch der einst jüngste Sternekoch Deutschlands steht in der Oberpfalz am Herd. In seinem Restaurant „Storstad“ kreiert Anton Schmaus hoch über den Dächern von Regensburg nordisch inspirierte Gerichte. Bereits seit 2015 verteidigen Michael Laus und Christine Hess erfolgreich ihren Michelin Stern im „SoulFood“ in Auerbach (Kreis Amberg-Sulzbach), das Spitzenküche zu kleinen Preisen bietet. Zum wiederholten Mal ausgezeichnet wurde aktuell auch Gregor Hauers „Emotionale Küche“ im Restaurant „Gregor“s“ in Rötz (Kreis Cham) im Bayerischen Wald. Ein Drei-Gänge-Menü inklusive Einstimmung und Naschwerk gibt es dort ab 119 Euro pro Person. 

Zum Casual Fine Dining auf Sterne-Niveau lädt Stephan Brandl im Restaurant „Leos“ im Bayerwaldhof in Bad Kötzting (ebenfalls Landkreis Cham) ein. In entspannter und gemütlicher Atmosphäre genießen Gourmets dort französische „Haute Cuisine“. Mit einer besonderen  Erwähnung im Michelin-Restaurantführer sind zwei weitere Restaurants aus der Oberpfalz vertreten: das „Gasthaus zum Goldenen Krug“ in Mintraching (Kreis Regensburg) unter der Leitung von Peter Grasmeier und Benjamin Staudigl und der Landgasthof Meier in Hilzhofen (Kreis Neumarkt in der Oberpfalz). Für sein ausgesprochenes Talent empfiehlt der Restaurantführer Christian Fleischmann vom „Cheval Blanc“ in Illschwang (Kreis Amberg-Sulzbach).

Auch über Niederbayern strahlen im Jahr 2020 drei Michelin-Sterne: Alt und neu verbindet die Küche von Mathias Achatz im „Buchner Welchenberg“ in Niederwinkling (Kreis Straubing-Bogen). Der junge Küchenchef mit internationaler Erfahrung wurde für seine „Küche voller Finesse“ mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Die ebenfalls vom Guide Michelin prämierte „Oswald“s Gourmetstube“ ist Teil des Landromantik Wellnesshotels Oswald in Kaikenried (Kreis Regen). Dort bringt Thomas Gerber mit großem Können klassische Kompositionen auf die Teller. 

Mit Blick auf die Berge des Bayerischen Waldes speisen Feinschmecker im Restaurant „Johanns“ in Waldkirchen (Kreis Freyung-Grafenau). Der Küchenchef Michael Simon Reis setzt auf moderne Bayerwaldküche und wurde dafür auch 2019 mit einem Stern geadelt. Vom Guide Michelin werden außerdem empfohlen: Das „Asam“ in Aldersbach (Kreis Passau) unter der Leitung von Anna Giermeier und Josef Kapser, das „Landgasthaus Schuster“ in Freyung, geführt von Bärbel und Leopold Schuster, sowie „Forst“s Landhaus“ in Riedenburg (Kreis Kelheim). Mehr Informationen unter www.restaurant-ranglisten.de.

Ostbayern entwickelt sich immer mehr zum Paradies für Feinschmecker, wie hier im Bild im Gasthof „Zum Goldenen Kreuz“ in Saubersrieth im Oberpfälzer Wald. Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern
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